Ein ganz gewöhnlicher Trainingstag

Sonntag, 07. Februar 2010

Heute ist Katrin, unsere Praktikantin, unterwegs um die eine Gruppe der jugendlichen Fussballer im Nachbardorf Veneza abzuholen. Bereits von weitem erkennt sie die auf sie wartende Truppe in ihren gelben Fussballleibchen

Mit viel Hallo laufen ihr die Mädchen und Jungen entgegen um gleich darum zu buhlen, wer nun an der Hand von ihr zum Trainingsplatz laufen darf. Mittlerweile ist die Gruppe im Ort zum Begriff geworden. Da und dort fallen anerkennende Worte. Die Venezagruppe ist früh auf dem Trainingsplatz. Im Schatten eines Baumes werden die Fussballschuhe (sofern vorhanden) angezogen. Katrin hilft wie immer beim Anziehen und Binden. Natürlich wird wie immer viel gelacht. Die Kinder sind immer zu allerlei Spässen aufgelegt. Nach und nach treffen auch die Kinder aus Calheta ein.

Jetzt wird es Zeit den Kindern die Bälle auszuhändigen. Mittlerweile hat sich der „Kampf“ um die runden Dinger etwas gelegt. Da sie beruhigt zur Kenntnis genommen haben, dass genügend davon vorhanden sind. 

Beat bereitet derweil auf dem Trainingsplatz die Uebungen vor. Legt die Markierungshütchen. Nachdem alle bereit sind kann das Training pünktlich beginnen. 

Ein paar Aufwärmübungen mit Ball. Ein Spiel zur Förderung des Teamgedankens stehen auf dem Programm. Es zeigt sich rasch, dass es heute mit der Konzentration etwas hapert. Nachdem eine erste Trinkpause eingelegt worden ist, steht ein Fussballspiel mit kleinen Gruppen auf dem Programm. 4 gegen 4 und 3 gegen 3 auf Kleintore. Auch da sieht es mit der Konzentrationsfähigkeit nicht viel besser aus. Viel interessanter ist es dem Spiel auf dem Nachbarfeld zuzusehen. Unserem „Nesthäcken“ Nelsa ist es heute gar nicht nach Fussball zu Mute. Sie sitzt gedankenversunken vor dem Tor und widmet sich den kleinen Steinen. 

Eine Zwischenpause mit der Erinnerung warum wir heute gemeinsam auf dem Fussballplatz stehen, bringt etwas Besserung in den Ablauf. So entwickelt sich doch nach und nach etwas mehr an Fussball und der Ehrgeiz beginnt die einen oder anderen zu packen. Plötzlich wird es schlussendlich sogar noch wichtig wer nun ein Tor erzielen kann. Die Kinder schienen ihren Spass an den Uebungslektionen gehabt zu haben. Einzig die beiden Trainingsverantwortlichen trotten nach Beendigung der Trainingslektion etwas Missmutig der aufgestellten Truppe hinterher. 

Dieser Grahm ist aber rasch verflogen als plötzlich ein lautes Geschrei losgeht. Die Gruppe hat kurzerhand ein offenes Aluguer (Sammeltaxi) geentert. Den Trainern bleibt nichts anderes übrig als auch einzusteigen. So geht es laut singend und johlend los Richtung „Verpflegungsposten“. Nach dem kräftigen Zvieri begleitet Katrin die Gruppe Richtung Dorfkern Calheta und die Spielerinnen und Spieler aus Veneza zurück in ihr Dorf. Am kleinen Strand nimmt sie gemeinsam mit den Kindern ein kühlendes Bad. So findet ein weiterer ganz normaler Trainingstag in Calheta do Sao Miguel seinen Abschluss



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