Interview mit Bernardino, Trainer ADEC
| Name: | Bernardino Antonio Miranda Ribeiro |
| Geburtsdatum: | 20. Mai 1985 |
| Beruf: | Lehrer |
| Aufgewachsen in: | Calheta |
| Geschwister: | 3 Schwestern, 5 Brüder |
| Schulbildung: | Grundschule in Calheta danach Liceu (Hochschule) Assomada, Lehrerausbildung |
| Weiterbildung: | Momentan besucht er in Praia die Ausbildung zum Schulvorsteher |
Was fasziniert dich an diesem Projekt?
Die Arbeit mit Kindern gefällt mir sehr. Mit diesem Projekt haben die Jugendlichen die Chance auf eine bessere Schulausbildung.
Warum hilfst du mit?
Ich bin gefragt worden und zudem finde ich diese Academia einfach super! Es ist ein Bedürfnis in unserer Gemeinde und es gibt Hoffnung für die Kinder.
Wie bist du als Fussballtrainer entdeckt worden?
In der bestehenden Fussballschule „Esperanca“ hatte ich die Möglichkeit mit zu arbeiten. Seit Ende Juni 2009 bin ich dort.
Hast du als Kind auch Fussball gespielt in den Gassen von Calheta?
Claro!! Ich spielte mit Freunden auf den Strassen und am Strand.
Wie sieht ein Tag in deinem Leben aus?
Um 1 Uhr in der Nacht stehe ich auf, bis 5 Uhr in der Früh mache ich Aufgaben, danach nehme ich das Frühstück ein und dusche mich. Um 8 bis 13 Uhr bin ich in Praia für meine Zusatzausbildung. Um 15 Uhr esse ich und um 16 Uhr gehe ich meinem Beruf als Lehrer nach und unterrichte im Dorf Achada Bolana. Um halb sieben bin ich wieder daheim, esse und gehe früh zu Bett. Um 20 Uhr ist Bettruhe.
Was bedeuten deine Eltern für dich?
Erstens sind sie meine Vorbilder. Alles was ich erreicht habe, verdanke ich Ihnen. Auch wenn wir eine grosse Familie sind, sind wir füreinander da. Sie sind beide Arbeiter und lieben uns Kinder von ganzem Herzen.
Was versprichst du dir für die Kinder von Calheta vom Mitmachen in der Academia?
Sie sind durchs Mitmachen in der Academia besser vorbereitet für die Zukunft. Sport und Schule, diese zwei Möglichkeiten werden eröffnet. Die Hauptsache aber ist: Die Kinder lernen miteinander/ gemeinsam für eine Sache einzustehen. Die kapverdische Bevölkerung kennt das Miteinander / Sozialverhalten nicht.
Bernardino, vielen Dank für das Gespräch. Alles Gute für die Zukunft.
Interview: Katrin Lüthi
Uebersetzer: Beat Clerc
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